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Einige Odd Fellows kommen regelmässig in die Loge, gerade weil sie keine Zeit haben. Gerade die Zeitnot verlangt nach einem effizienten Umgang mit Sozialnetzen. Trotzdem bildet der berechnende Ansatz nicht die Basis zum „Schmarotzertum“, denn es wird auf einer bereits bestehenden inneren Grundhaltung und Lebenseinstellung aufgebaut und es wird die selbstkritische Auseinandersetzung mit sich selbst verlangt.
Menschen die sich stark engagieren, die viel unterwegs sind, von Sitzung zu Sitzung hetzen,
stellen irgendwann fest:
Solange ich mich an allen möglichen Aktivitäten beteilige bin ich gefragt, bin wichtig, habe etwas zu sagen, werde ernst genommen und beziehe daraus Sozialprestige.
Werde ich krank, bemerken Sie, die eigene Familie ist während der Abwesenheit auch eigene Wege gegangen. Hat eigene Beschäftigungen gefunden und empfindet das krank sein, womöglich als Störung. Die vielen Geschäfts- und Sitzungsfreunde haben eben keine Zeit und die „Freunde“ aus den Vereinen oder vom Stammtisch kümmern sich vielleicht in den ersten zwei drei Wochen, doch danach sinkt das Interesse rapide.
Solange Sie aktiv bleiben sind Sie gefragt, ändern sich Ihre Interessen, Ihre Freizeitbeschäftigungen, Ihr Arbeitsumfeld, Ihr Wohnort, verlieren Sie die Kontakte.
Es wurde versäumt, man hatte keine Zeit um ein tragfähiges Sozialnetz aufzubauen. Die Geschäfts-, Vereins- und Stammtischfreundschaften tragen nur solange, wie sich die gegenseitigen Interessen decken.
Die Odd Fellows treffen sich rund 20-mal pro Jahr für ca. 3 Stunden. Der Einsatz für Vielbeschäftigte liegt also bei 60 Stunden pro Jahr.
Werden die Odd Fellow Werte Freundschaft, Nächstenliebe und Wahrheit innerlich getragen und werden diese 60 Stunden zur Pflege des Sozialnetzes genutzt, dann bekommt der einzelne folgenden Gegenwert:
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Ein Sozialnetz welches unabhängig von Geschäftsbeziehungen oder Geschäftserfolgen funktioniert
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Ein Sozialnetz welches weiter besteht auch wenn das Hobby oder der Sport nicht mehr ausgeübt werden kann oder sich die Interessen dazu verlagert haben
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Ein Sozialnetz welches unabhängig von der eigenen Leistungsfähigkeit funktioniert
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Ein Sozialnetz welches ortsunabhängig ist, es gibt 31 Logen alleine in der Schweiz
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Ein Sozialnetz, welches auch bei Familienkrisen bestand hat
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Ein Sozialnetz welches sich um ihre Familie kümmert, sollte Ihnen etwas zustossen
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Ein Sozialnetz welches auch nach der Pensionierung bestehen bleibt
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Ein Sozialnetz welches auf einer emotionalen Bindung aufbaut und nicht auf der Finanzkraft
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Die Sitzungen der Odd Fellows finden an festgelegten Daten statt. So trifft man sich mit seinen Freunden regelmässig, ohne dass für jeden einzelnen ein separater Termin gesucht und vereinbart werden muss.
Dies alles ist nicht gratis, verlangt wird von jedem, dass er sich regelmässig an den Logensitzungen beteiligt und sich da auch aktiv einbringt. Jedem Odd Fellow ist bewusst, dass die 60 Stunden für wirklich tiefe Freundschaften nicht ausreichen. Aber, weil wir alle dasselbe suchen und die gleichen Werte im Leben als wichtig empfinden, ermöglichen die gepflegten Kontakte jederzeit eine Vertiefung. In schwierigen Lebenssituationen stehen immer Freunde mit Zeit und ihrer unkomplizierten Hilfsbereitschaft zur Verfügung.
Wer die Werte Freundschaft, Nächstenliebe und Wahrheit als wichtig für sich selbst empfindet und an diesen für sich selbst aktiv arbeiten möchte, wird erkennen:
Die 60 Stunden Odd Fellows pro Jahr ist der kleinst mögliche Einsatz und deshalb gerade für Vielbeschäftigte äusserst effizient.
Der Staat steuert den finanziellen Teil zum Sozialnetz bei, die Odd Fellows den emotionalen.
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